Natürliches Antibiotikum – Kapuzinerkresse
Pflanzen

Natürliches Antibiotikum – Kapuzinerkresse

Heuer im Frühjahr besuchte ich wie jede Woche meine Oma. Oma’s Garten blühte wieder prachtvoll in allen Farben. Nach ein paar Gesprächen kam sie auf die Idee, mir selbstaufgezogene Pflanzen mitzugeben. Mit dabei war die Kapuzinerkresse. Der Tag an dem alles begann mit dieser interessanten essbaren Pflanze. Nun seht selbst, was daraus geworden ist – sie wächst und klettert momentan über das ganze Hochbeet.

Die Kapuzinerkresse stammt eigentlich aus Mittel- und Südamerika und wurde im 16. Jahrhundert zu uns nach Europa gebracht. Sie wächst wie man oben erkennen kann in unterschiedlichen Farben. Die fünfblättrigen Blüten leuchten in Gelb, Orange oder Rottönen. Dabei kann sie nicht nur schön aussehen, denn mit ihren medizinisch bedeutenden Inhaltsstoffen wurde sie 2013 als Arzneipflanze des Jahres gekürt.

Sie besitzt nämlich Senfglykoside, welche wie ein natürliches Antibiotikum wirken und somit die Vermehrung von Bakterien und Viren verhindern, ohne dabei, wie die oft verschriebenen Antibiotika, die Darmflora zu zerstören. Meine Oma hat schon immer von dieser Pflanze geschwärmt und die Blüten auch oft unter den Salat gemischt. Sie schmeckt mit ihrer leichten Schärfe, wie eine Gartenkresse.
Doch auch du kommst fast täglich mit den scharfen Stoffen, den Senfgylkosiden, in Berührung. Diesen besonderen, wertvollen Wirkstoff enthält nämlich auch der Zwiebel, der Meerrettich, der Knoblauch und noch viele weitere Naturprodukte. Der Stoff tritt aus, sobald die Oberfläche der Pflanze, beispielsweise durch ein Messer, zerstört wird. Deshalb ist es auch so gesund die Kapuzinerkresse frisch zu essen, wie schon oben erwähnt in einem Salat.
Außerdem enthält die Kapuzinerkesse Vitamin C und viele Mineralien, die dafür sorgen, unsere Abwehrkräfte zu steigern.

Wie du die Kapuzinerkresse noch verwenden kannst um dich für den Winter vorzubereiten, erfährst du mit dem folgendem Rezept:

  • Zu Verwenden sind sowohl die Blüten und die Blätter als auch die Samen
  • Sammeln kannst du sie ab Juni bis Oktober – die Samen lassen sich nutzen, sobald die Blüte verblüht

Zutaten für die Kapuzinerkresse- Meerrettich – Tinktur

  • frische Blätter, Blüten und Samen der Kapuzinerkresse
  • 2-3 Zentimeter frisch geriebene Meerrettichwurzel
  • mind. 40 % Alkohol
  • 1 Glas

Zubereitung:

  • Blätter, Blüten auseinanderreißen, damit die Senföle austreten können
  • Meerrettich hinzugeben
  • mit Alkohol aufgießen und das Glas verschließen
  • das Glas cirka 3 Wochen auf dem Fensterbrett stehen lassen, danach abseihen und in dunkle Flaschen füllen

Viel Spaß beim Ausprobieren und Kosten der essbaren, gesunden Kapuzinerkresse.

Eure Kräuterfeen 🙂

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